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Wechsel zu Ökostromanbieter: Achten Sie auf Labels!

Wenn Sie zu einem Ökostromanbieter wechseln möchten, sollten Sie unbedingt ein paar Dinge beachten. Denn nicht jeder sog. „Ökostrom-Tarif“ hat auch einen echten Umweltnutzen. Eine gute Orientierungshilfe für potentielle Ökostrom-Wechsler sind in jedem Fall Ökostrom-Labels bzw. Zertifikate, die von unabhängigen Instituten vergeben werden. Damit die Stromversorger entsprechende Labels erhalten, müssen Sie nämlich nachweisen, dass ihre Ökostrom-Tarife einen echten Umweltnutzen haben und die grüne Energiewende direkt unterstützen.

Laut Angaben des renommierten Online-Portals Check24 wählten die meisten Kunden, die in den letzten Jahren über das Portal den Stromanbieter gewechselt haben, zwar einen Ökostrom-Tarif (rund 60%), aber nur vier Prozent der Verbraucher wählten einen Tarif, der auch mit einem entsprechenden Ökostrom-Label ausgezeichnet wurde und somit tatsächlich nachhaltig ist. Offenbar schauen die meisten Kunden doch eher aufs Geld und weniger auf den Umweltaspekt. Tatsächlich können die Kunden mittlerweile durch den Wechsel zu einem Ökostromtarif im Vergleich zu herkömmlichen Stromtarifen sehr viel Geld sparen – beispielsweise kann eine Familie im Extremfall mit einem Ökostrom-Tarif bis zu 600 Euro jährlich einsparen (im Vergleich zu konventionellen Stromangeboten). Diese extremen Preiseinsparungen sind aber in den meisten Fällen nur möglich bei sog. „Basis-Ökostromtarifen“ – diese haben zwar ein höheres Sparpotential als vergleichbare Tarife, aber dafür ist der Umweltnutzen deutlich geringer. „Echte“ Ökostromtarife, die mit entsprechenden Gütesiegeln und Labels ausgezeichnet wurden, sind dafür aber meist etwas teurer als die Basis-Ökostromtarife. Allerdings sind auch „echte“ Ökostromtarife in vielen Fällen immer noch deutlich günstiger als herkömmliche Stromtarife der örtlichen Grundversorger.
 
Auch mit „echten“ Ökostromtarifen kann man viel Geld sparen
 
Laut Aussage von Check24 kann eine vierköpfige Familie mit 5.000 kWh Verbrauch in den 50 größten deutschen Städten auch bei „echten“ (also nachhaltigen) Ökostromtarifen durchschnittlich ein Viertel gegenüber den Tarifen der örtlichen Grundversorger einsparen – das wäre in diesem Fall eine jährliche Einsparung von immerhin rund 360 Euro! In manchen Fällen sind die möglichen Einsparungen sogar noch deutlich höher – z.T. bis zu etwa 490 Euro. Wählt man einen dieser Tarife, tut man also nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, sondern man kann ganz nebenbei auch noch eine Menge Geld sparen!
 
Woran erkennt man „echte“ Ökostromanbieter, die einen tatsächlichen Umweltnutzen haben?
 
Echte Ökostromtarife erkennt man z.B. an renommierten Gütesiegeln wie dem „ok-power-Label“ oder dem „Grüner-Strom-Label“. Ein echter Ökostromanbieter sollte keine Verflechtungen mit der Atom- oder Kohleindustrie haben; selbstverständlich darf der angebotene Strom auch nur aus regenerativen Energiequellen stammen. Außerdem muss der Anbieter nachweisen können, dass er die Energiewende aktiv vorantreibt, z.B. indem er den Bau neuer umweltfreundlicher Erzeugungsanlagen direkt fördert. Bei „unechten“ Ökostromangeboten (hier auch als „Basis-Ökostromtarife“ bezeichnet) dagegen kaufen die jeweiligen Anbieter oftmals einfach nur Ökostrom aus dem Ausland ein oder sie kaufen sog. „Herkunftsnachweise“ um den eingekauften Strom als „grünen“ Strom vermarkten zu können. Hier wird also oftmals einfach nur Strom aus bereits bestehenden ausländischen Anlagen eingekauft, die Menge an konventionell erzeugtem Strom sinkt dadurch natürlich nicht. Der Anteil an Ökostrom im Stromnetz kann auf lange Sicht schließlich nur gesteigert werden, wenn auch neue umweltfreundliche Erzeugungsanlagen gebaut werden. Der Umweltnutzen von Basis-Ökostromtarifen ist also mehr als fraglich.
 
Wir empfehlen deshalb unbedingt, beim Wechsel auf entsprechende Labels und Gütesiegel zu achten. Verbraucherzentralen und Verivox empfehlen ausdrücklich das „Grüner-Strom-Label“ sowie das „ok-power-Siegel“, da diese Labels derzeit die strengsten Anforderungen in Sachen Umweltnutzen und Nachhaltigkeit haben. Bei TÜV Siegeln dagegen sollte man stets genau hinschauen, was mit den entsprechenden Siegeln eigentlich genau bescheinigt wird – manchmal wird z.B. nur bestätigt, dass Preisgarantien eingehalten werden – über den Umweltnutzen eines bestimmten Angebots sagt das natürlich nichts aus. Sehr empfehlenswert sind auch unsere ausführlichen Testberichte hier auf Ökostrom-Vergleich – bei uns finden Sie detaillierte Beschreibungen zu den wichtigsten Ökostromanbietern in Deutschland. In unserer „Übersichtstabelle“ können Sie darüber hinaus bequem vergleichen, welche Anbieter mit welchen Gütesiegeln ausgestattet sind.
 
Tipp: Genauere Informationen zu allen relevanten Gütesiegeln finden Sie in unserer ausführlichen „Ökostrom Label Übersicht“.
 

 

 

 

 

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