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Lichtblick: Projekt „ZuhauseKraftwerke“ ist gestartet

In Hamburg hat der bekannte Ökostromanbieter Lichtblick in Kooperation mit Volkswagen erste ZuhauseKraftwerke bei Privat- und Gewerbekunden installiert. Das langfristige Ziel ist, 100.000 dezentrale ZuhauseKraftwerke zu Deutschlands größtem virtuellen Gaskraftwerk zu vernetzen.

Bei den ZuhauseKraftwerken handelt es sich um 1,60 m hohe Blockheizkraftwerke, die mit einem Erdgas-Motor laufen und mittels eines Generators Strom produzieren. Der von den Geräten produzierte Strom wird von Lichtblick abgegriffen, wofür die Kunden auch bezahlt werden (0,5 Cent/kWh). Die von den ZuhauseKraftwerken produzierte Wärme dagegen können die Kunden für Warmwasser und Heizung nutzen. Da Lichtblick den von den ZuhauseKraftwerken produzierten Strom abnimmt, brauchen die Kunden mit einer derartigen Anlage natürlich weiterhin einen separaten Stromanbieter.

Das besondere an den Lichtblick-ZuhauseKraftwerken ist, dass diese kleinen Keller-Kraftwerke durch Lichtblick vernetzt werden, wodurch langfristig die Kapazität von 2 Atomkraftwerken erreicht wird (falls wirklich 100.000 Exemplare der Anlagen an den Mann gebracht werden können). Aus diesem Grund bezeichnet Lichtblick das neue Konzept übrigens auch als „Schwarmstrom“.

Die „EcoBlue“ genannten Blockheizkraftwerke (=ZuhauseKraftwerke) werden vom Auto-Konzern VW in Salzgitter hergestellt (und in leicht abgewandelter Form übrigens auch im VW Touran eingesetzt).

Die ZuhauseKraftwerke bleiben übrigens Eigentum von Lichtblick, der Kunde ist also lediglich Pächter der Mini-Kraftwerke. Lichtblick installiert die Anlagen in den Wohnungen der Kunden und kümmert sich um Erdgaslieferung, Stromeinspeisung und Wartung der Geräte.

Für den Kunden entstehen dabei folgende Kosten:

  • 5.000 Euro für die Installation der Technik.
  • 20 Euro monatlich für die Nutzung der Geräte.
  • Eine Pauschale für die individuell benötigte Wärme, welche nach dem Gaspreisindex des Statistischen Bundesamts ermittelt wird (in Hamburg momentan 5,79 Cent/kWh / Stand 24.11.2010).

Lichtblick zahlt den Kunden dafür monatlich 5 Euro für die Miete der benötigten Standfläche für die ZuhauseKraftwerke.

Die Verträge zwischen Lichtblick und Kunden werden über 10 Jahre abgeschlossen, wobei die Mindestvertragslaufzeit 2 Jahre beträgt.

Die Kunden können dabei einiges sparen: Bei der Anschaffung eines herkömmlichen Blockheizkraftwerks müssen nämlich mindestens 25.000 Euro investiert werden (wobei diese aber laut Angabe des „Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik“ mit bis zu 10.000 Euro Zuschuss vom Bund gefördert werden).

Als Kritikpunkt an den ZuhauseKraftwerken wurde angeführt, dass die VW-Motoren vorwiegend mit Erdgas betrieben werden, wobei der Anteil an Biogas nur 5% beträgt.

Trotzdem: Tatsache ist, dass die vielen kleinen Kraftwerke in der Gruppe Großes bewirken können – immerhin würden 100.000 ZuhauseKraftwerke 2 Atomkraftwerke ersetzen. Wenn in Zeiten alternativer Energieerzeugung mal nicht genug Energie zur Verfügung stehen sollte (also die Sonne nicht scheint oder kein Wind weht) können die Mini-Kraftwerke von Lichtblick innerhalb weniger Minuten per Mobilfunk zugeschaltet werden und bedarfsgerecht die schwankende Stromproduktion aus Wind und Sonne ergänzen. Der von den ZuhauseKraftwerken erzeugte Strom wird dann aus dem Heizungskeller der Kunden in das öffentliche Netz eingespeist.
Klimaschützer bezeichneten dieses neue Stromkonzept von Lichtblick als sinnvoll und attraktiv, vor allem aufgrund der systematischen Unabhängigkeit von Kohle- und Atomkraftwerken.

Das neue Konzept stieß sofort auf sehr positive Resonanz: Schon kurz nachdem Lichtblick die Kooperation mit Volkswagen bekanntgegeben hatte, gingen im September 2009 Zehntausende von Kundenanfragen ein.
Momentan stehen noch Hamburger Kunden im Vordergrund: Hier wurden bereits erste ZuhauseKraftwerke installiert, und zwar sowohl bei Privat- als auch bei Gewerbekunden (z.B. bei der Hamburger Stadtreinigung).

Im Jahre 2011 sollen die ZuhauseKraftwerke dann deutschlandweit angeboten werden.

(Quelle. Tagesschau.de / 24.11.2010)

Übrigens: Laut Angaben auf der Lichtblick-Webseite ist ein (Wärme-) Bedarf von mindestens 45.000 kWh Gas bzw. 5.000 Liter Öl jährlich Voraussetzung für ein ZuhauseKraftwerk – somit kommen die Mini-Kraftwerke in Frage für sehr große Einfamilienhäuser, Zwei- und Mehrfamilienhäuser, kleine Gewerbebetriebe als auch für öffentliche und soziale Einrichtungen (z.B. Schulen). Außerdem müssen mind. 9 Quadratmeter Aufstellfläche zur Verfügung stehen (wobei eine Aufteilung auf mehrere Räume möglich ist). Darüber hinaus muss das Gebäude über einen Gasanschluss verfügen.

Lichtblick
Anbieter LichtBlick GmbH
Strommix 70% Wasser, 11% Biomasse, 19% EEG Strom (2009)
Besonderheiten günstiger Ökostromanbieter, ZuhauseKraftwerke
Kunden ca. 550.000 (November 2010)
Laufzeit mindestens 3 Monate
Kündigung Frist von 4 Wochen
Preis 23,64 Cent pro Kilowattstunde
Grundgebühr 8,95 € monatlich
Gesamtpunkte
  94 / 100
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