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Seit rund 10 Jahren lässt sich beobachten, dass die Stromkosten kontinuierlich ansteigen; besonders zum kommenden Jahreswechsel haben viele Stromkonzerne z.T. drastische Preissteigerungen angekündigt. In der öffentlichen Diskussion, die momentan über dieses Thema geführt wird, werden dabei fast ausschließlich die Kosten und das Tempo der, nach dem Atomunglück von Fukushima beschlossenen, Energiewende behandelt. Offenbar haben viele Menschen die Chancen, die eine Entwicklung der Erneuerbaren Energien bieten, noch immer nicht erkannt.

Statement zu Strompreiserhöhungen

Fakt ist, dass in vielen Medien suggeriert wird, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien praktisch die alleinige Ursache für die aktuellen Strompreissteigerungen sein soll. Doch entspricht diese Annahme wirklich den Tatsachen?

Diese Frage lässt sich nur mit einem ganz klaren „Nein“ beantworten!

Wir wollen Ihnen erläutern, worauf die erhebliche Steigerung der Strompreise tatsächlich zurückzuführen ist:

In Wahrheit lässt sich der absolute Großteil der Erhöhungen nicht auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zurückführen, sondern vor allem auf steigende Netznutzungsentgelte, staatliche Abgaben und Steuern sowie steigende Preise für konventionell erzeugten Strom. Besonders wichtig sind die steigenden Umlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage). Als besonderer Kostentreiber müssen dabei die von der Regierung geschaffenen weitreichenden Privilegien für die Industrie angesehen werden. Die Kosten für diese Ausnahmeregelungen haben Privathaushalte und kleine Unternehmen zu tragen. Über die EEG-Umlage werden nämlich nur die Kosten, nicht aber der Nutzen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf die Bürger umgelegt. Tatsache ist, dass die EEG-Umlage zum 01.01.2013 von 3,592 Cent/kWh auf 5,277 Cent/kWh steigt. Wir haben es also mit einer satten Preiserhöhung von ganzen 1,69 Cent/kWh netto zu tun.

Eine der wesentlichen Gründe für diesen Preisanstieg ist der Umstand, dass ausgerechnet Großunternehmen mit einem hohen Stromverbrauch von den EEG-Zahlungen fast vollständig befreit sind. Die Bundesregierung hat die notwendigen Voraussetzungen für eine weitestgehende Befreiung von der EEG-Umlage ab 2013 sogar noch weiter gesenkt, wodurch jetzt sogar noch mehr Großunternehmen das Privileg erhalten, Strom zu beziehen aber dafür so gut wie keine EEG-Umlage zahlen zu müssen. Logischerweise werden die Kosten für alle anderen dadurch höher.

Doch das ist noch nicht alles: Unternehmen mit sehr hohem Stromverbrauch können sich sogar von einem Großteil der Netzentgelte befreien lassen. Die Kosten müssen mal wieder private Verbraucher tragen.

Ein weiterer Grund für die aktuellen Strompreissteigerungen ist, dass die Netzbetreiber ihre Netznutzungsentgelte ab dem 01. Januar 2013 um rund acht Prozent anheben (eine Steigerung von ca. 0,75 Cent/kWh netto).

Hinzu kommt, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien die Strompreise an der Strombörse deutlich senkt, wobei im Gegenzug die EEG-Umlage ansteigt. Zugegeben, dies hört sich im ersten Moment widersprüchlich an. Dahinter steckt, dass die Umlage die Differenz zwischen der gesetzlich vorgeschriebenen Vergütung aus dem EEG-System für die Erzeuger und dem Handelswert des erzeugten Stroms deckt. Generell gilt, desto mehr Ökostrom an der Strombörse gehandelt wird, desto niedriger wird der Preis für den Strom. Dadurch ergibt sich aber, dass die Differenz zwischen fester EEG-Vergütung und Strompreis steigt – und damit die EEG-Umlage. Durch diesen, nur schwer nachvollziehbaren, Umstand werden die Erneuerbaren Energien praktisch zum Opfer ihres eigenen Erfolgs.

Ein weiterer Grund für Preissteigerungen ist die sog. Entschädigungs-Umlage für Offshore-Windenergie – hierbei handelt es sich um eine Regelung, die fast ausschließlich den großen Energiekonzernen zugutekommt, da laut dieser Regelung statt des zuständigen Netzbetreibers in Zukunft die Verbraucher haften sollen, falls es zu einer Verzögerung bei der Netzanbindung von Offshore-Anlagen kommen sollte.

Die genannten Fakten machen deutlich, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien, entgegen der öffentlichen Meinung, nur für einen kleinen Teil der Strompreiserhöhungen verantwortlich ist. Der größte Teil ist zurückzuführen auf die genannten Sonderregelungen für Netzbetreiber und große Industrieunternehmen. Außerdem steigt die Mehrwertsteuer proportional zum Strompreis, wodurch der Staat erheblich am Ausbau der Erneuerbaren Energiequellen mitverdient. Bedenken Sie bitte, dass allein durch den Anstieg von EEG-Umlage und Netzentgelten ganze 0,46 Cent/kWh mehr in die Staatskasse fließen. Hier könnten nur Gesetzesänderungen Abhilfe schaffen.

Aufgrund der genannten Fakten ist es kein Wunder, dass neben herkömmlichen Stromversorgern auch die meisten Ökostromanbieter gezwungen sind, ihre Preise ab 01. Januar 2013 anzuheben. Wir hoffen aber, dass wir Ihnen deutlich machen konnten, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien keineswegs der ausschlaggebende Grund für die kommenden Preiserhöhungen ist. Wenn Sie aufgrund steigender Strompreise überlegen den Stromanbieter zu wechseln, sollten Sie sich unbedingt für einen Ökostromanbieter entscheiden – der Umwelt und der Zukunft unserer Kinder zuliebe.

Bedenken Sie bitte auch: Generell gilt, dass uns eine unnötige Verzögerung der Energiewende außerordentlich teuer käme: Schließlich schaffen die Erneuerbaren Energien Arbeitsplätze und fördern die regionale Wertschöpfung. Außerdem werden die Strom-Großhandelspreise gesenkt (siehe oben) und durch das Umschwenken auf grüne Energien werden milliardenschwere Umweltschäden vermieden.

Eine Auswahl von sehr empfehlenswerten, unabhängigen Ökostromanbieter finden Sie in unserem großen „Ökostrom Vergleich“. Sie können dort auch Testberichte und Bewertungen zu den wichtigsten grünen Stromanbietern abrufen – nutzen Sie diese Möglichkeit. Sie werden sehen, dass grüner Strom keineswegs teuer sein muss – oftmals liegen die Preise für umweltfreundlich erzeugten Strom sogar noch unter denen der herkömmlichen Stromanbieter.

Stand 16.11.2012

 

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