Ökostrom Vergleich


Ökostrom Label Übersicht

  1. Grüner Strom Label



    Der Grüne Strom Label e.V. wurde von verschiedenen Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder sind u.a. der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund Deutschland, der Bund der Energieverbraucher sowie EUROSOLAR. Das Grüner Strom Gütesiegel gibt es in zwei Varianten:

    Grüner Strom Gold Label
    Das "Goldene Label" wird für Angebote vergeben, die zu 100% regenerativ erzeugten Strom nutzen.

    Grüner Strom Silber Label
    Das "Silberne Label" kann für Strom aus erneuerbaren Energiequellen erteilt werden, dem ein Anteil von maximal 50% aus Kraft-Wärme-Kopplung beigemischt ist.

    Desweiteren wird zwischen "Händlermodell" und "Zuschußmodell" unterschieden. Beim Händlermodell (Gold oder Silber) liefert der Anbieter dem Kunden Grünen Strom, der den Bezug konventionellen Stroms ersetzt, während beim Zuschußmodell (Gold) der Kunde konventionellen Strom bezieht, dem Anbieter aber regelmäßig Zuzahlungen leistet, die dieser für die Finanzierung von Anlagen zur Erzeugung von Grünem Strom verwendet.

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  2. OK power



    Das Zertifikat "OK power" wird vom Öko-Institut e.V. in Zusammenarbeit mit dem WWF Deutschland und der Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen vergeben. Im Mittelpunkt der Vergabekriterien des Gütesiegels "ok-Power" steht die Garantie, dass die mit dem Gütesiegel ausgestatteten Produkte zu einer Umweltentlastung führen. Hierzu muss der Anbieter den Neubau von Kraftwerken auf regenerativer Basis nach quantifizierten Mindestbedingungen fördern. Das Gütesiegel wird für zwei verschiedene Gruppen von Ökostrom-Angeboten vergeben:

    sog. "Händlermodelle"
    Hier wird der Kunde vertraglich mit Strom aus erneuerbaren Energien beliefert. In diesem Falle muss zwei Drittel des Stroms aus Anlagen kommen, die nicht älter als drei Jahre sind. Die Hälfte dieser Neuanlagen sollen außerhalb des Förderbereichs des Erneuerbare Energien Gesetzes entstehen.

    sog. "Fonds- oder Zuschussmodelle"

    Hier wird der Kunde i.d.R. mit demselben Strom wie bisher beliefert. Die Förderung erneuerbarer Energien besteht darin, dass ein Aufpreis auf den üblichen Tarif gezahlt und für die Unterstützung neuer regenerativer Kraftwerke verwendet wird. Hier regelt das Gütesiegel die Verwendung der Fördermittel und stellt Mindestanforderungen an die Förderwirkung solcher Angebote. Zudem wird der Anbieter verpflichtet, seine Kunden über die Art des gelieferten Stroms zu informieren.

    Weitere Anforderungen werden an die Umweltverträglichkeit der regenerativen Kraftwerke gestellt. So sind insbesondere Wasserkraftwerke nur bei Einhaltung ökologischer Kriterien zulässig.

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  3. Zertifikat: Landesgewerbeanstalt Bayern

    Die Landesgewerbeanstalt Bayern hat ein eigenes Gütesiegel für grünen Strom geschaffen. Nach Abschluß eines Überwachungsvertrages überprüfen die Sachverständigen der LGA, ob der angebotene Öko-Strom entweder aus regenerativen Quellen wie Windkraft, Wasserkraft, Biogas, Sonnenenergie, Geothermie (Öko-Strom, regenerativ) oder aus der effektiven Kraft-Wärme-Kopplung (Öko-Strom, effektiv) stammt und sich so gegenüber den konventionellen Energiequellen aus ökologische Sicht deutlich hervorhebt.

    Weiterhin müssen die zertifizierten Betriebe erkennen lassen, daß entsprechend der Nachfrage ein Ausbau der Versorgung mit Öko-Strom vorgesehen wird.

    Das "Öko-Strom"-Gütezeichen wird in zwei Ausführungen vergeben:

    Öko-Strom (regenerativ)
    Für dieses Gütezeichen muß die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfolgen. Außerdem wird eine Investition in Neuanlagen auf Basis einer Marktprognose gefordert.

    Öko-Strom (effektiv)
    Dieses Gütezeichen kann vergeben werden, wenn mindestens 25% der Energiegewinnung aus regenerativen Energiequellen stammt, die restliche Strommenge muß mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden. Auch hier wird verlangt, daß ein Zubau von Anlagen auf Basis einer Marktprognose erfolgt.

     

  4. Zertifikat: Technischer Überwachungsverein (TÜV)

    Das TÜV-Zertifikat wird an Anbieter von Strom aus erneuerbaren Energiequellen verliehen, sofern diese bestimmten Vergabekriterien erfüllen. So muß mindestens ein Viertel des Stroms aus Anlagen stammen, die extra für das Ökostrom-Angebot geschaffen wurden und/oder die den Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetz unterliegen. Maximal 75% kann anderen regenerativen Energiequellen entstammen (z.B. aus großen Wasserkraftwerken, die bereits länger in Betrieb sind). Bezüglich eines Zubaus von Neuanlagen macht das TÜV-Zertifikat keine konkreten Auflagen, verlangt jedoch, daß es ein "wesentliches Ziel der Unternehmenspolitik [ist], den Zubau von Erzeugungskapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu fördern".

  5. Zertifikat: RECS-Deutschland e.V.

    RECS ist eine Organisation, welche die Förderung regenerativer Energie zum Ziele hat, wobei eine Trennung zwischen physisch geliefertem Strom und den Umweltvorteilen vorgenommen wird. Weiterhin wird eine Harmonisierung auf europäischer Ebene angestrebt. Die Abkürzung RECS steht dabei für "Renewable Energy Certificates System".

    Das Renewable Energy Certificate System (RECS) ist ein in 15 europäischen Ländern eingeführtes System, das anhand national harmonisierter und international kompatibler Kriterien, dem Basic Commitment (BC), die Produktion von und den Handel mit Grünstromzertifikaten (RECS Zertifikate) ermöglicht.

    Um umweltfreundlich produzierten Strom gesondert verkaufen und handeln zu können, kommt folgendes Modell der Zertifizierung von Strom zur Anwendung:. Für jede vorher spezifizierte Einheit (hier MWh) erzeugten grünen Stroms wird ein sogenanntes RECS- Zertifikat erstellt. Dieses verkörpert den Umweltnutzen grünen Stromes gegenüber herkömmlich produzierter Energie pro MWh.

    Die Ausgabe der RECS Zertifikate erfolgt über einen sogenannten "Issuing Body", der für ein bestimmtes Gebiet dieses Systems (Domäne) bestellt ist und den gesamten Prozess der Zertifizierung überwacht und verwaltet.

    Der Issuing Body stellt dem jeweiligen Erzeuger die RECS Zertifikate pro Einheit umweltfreundlich erzeugten Stroms aus, verwaltet den Bestand und entwertet diese im Falle des Verkaufs von grünem Strom an einen Endverbraucher

    RECS Zertifikate dienen dabei als Nachweis über eine umweltfreundliche Stromproduktion. Sie können unabhängig von der physikalischen Stromproduktion gehandelt werden und sollen den Ausbau regenerativer Energien in Europa fördern. Mehr als 14 Terawattstunden (TWh) regenerativen Stroms sind inzwischen zertifiziert worden und können so als Grünstromzertifikate gehandelt werden.

    Rund 60 Unternehmen aus der Energiewirtschaft sind an diesen Handel beteiligt. Ziel von RECS ist es, den Handel mit erneuerbarer Energie voranzutreiben, das geschätzte Handelsvolumen liegt bei rund 20 Billionen Euro.

Ökostrom Energiequellen



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Ökostrom Infos

Im Folgenden informieren wir Sie über grundsätzliche Kriterien und Sachverhalte zum Thema Ökostrom und worauf Sie achten sollten. Wenn Sie also das erste Mal auf Ökostrom-Vergleich.com sind, nehmen Sie sich bitte kurz Zeit:

Was ist Ökostrom ?
Warum keine Ökostrom Angebote von den etablierten Stromkonzernen ?
Zeitgleiche und mengengleiche Einspeisung von Ökostrom ins Stromnetz !
Investition in den Neubau von Anlagen !
Was sollten Sie bei einem Stromwechsel beachten ?