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proWindgas Vorteile

Bei ökologisch orientierten Menschen dürfte es sich bereits herumgesprochen haben:

Greenpeace Energy wird Verbrauchern ab dem 1. Oktober 2011 mit „proWindgas“ ein neuartiges ökologisches Gasprodukt anbieten – nämlich Gas, welches in erster Linie aus Windkraft und zukünftig auch aus anderen erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft und Solarenergie gewonnen werden soll. Es handelt sich hierbei um das erste Gasangebot zur Förderung der Windgas-Technologie (der proWindgas-Tarif wird einen Förderbeitrag enthalten, der zu 90 Prozent in den Neubau von Erzeugungsanlagen für Windgas investiert wird).

Mit diesem (übrigens für Privat- und Gewerbekunden angebotenen) neuartigen, ökologisch sinnvollen Produkt soll dank einer innovativen Speichertechnologie der Umbau der Energielandschaft hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien ermöglicht werden. 

 

Doch was genau ist eigentlich Windgas und wo liegen die Vorteile gegenüber herkömmlichem Biogas?

Kurz zusammengefasst handelt es sich bei Windgas um aus Wasser gewonnenen erneuerbaren Wasserstoff (und ggf. später Methan), der mittels Windkraft hergestellt und schließlich ins Erdgasnetz eingespeist wird. Das erneuerbare Windgas wird also dem fossilen Erdgas mit schrittweise ansteigendem Anteil beigemischt und soll das herkömmliche Gas auf lange Sicht ersetzen.

Wie funktioniert das?

Greenpeace Energy wird Ökostrom (in erster Linie Windstrom) nutzen, um mittels Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen - dies funktioniert mit einem sog. Elektrolyseur, der Wasser in seine Grundstoffe, nämlich Wasserstoff und Sauerstoff, aufspaltet. Während der Sauerstoff ganz einfach in die Atmosphäre entweicht, wird der Wasserstoff daraufhin als erneuerbarer Energieträger ins reguläre Gasnetz eingespeist (der durch Elektrolyse hergestellte Wasserstoff hat einen sehr hohen Wirkungsgrad bis zu 73 Prozent). Im Gasnetz kann das Gas dann gespeichert oder zum Kunden transportiert und dort ganz normal für die Wärmeerzeugung genutzt werden (zum Heizen, Kochen etc.). Alternativ kann der Wasserstoff in Kleinkraftwerken (Mikro-Blockheizkraftwerke) im Keller der Kunden rückverstromt, also in Strom zurückverwandelt, werden.

Die Vorteile von Windgas

1.     Durch Windgas wird das Gasnetz als Speicher für Ökostrom erschlossen

Dies ist ein bedeutender Schritt, um den Umbau der Energielandschaft hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien zu ermöglichen. Das herkömmliche Stromnetz kann nämlich keine Energie speichern. Gerade, wenn die Netzkapazitäten durch Atom- oder Kohlekraftwerke verstopft sind, kann das Stromnetz die schwankenden Mengen sauberer Energie nicht jederzeit aufnehmen. Das hat zur Folge, dass wertvolle Energie oftmals ganz einfach ungenutzt bleibt. Dies wird besonders dann ein Problem, wenn im Zuge des Umbaus der Energielandschaft Sonne, Wind und Wasser mehr Energie liefern, als gerade gebraucht wird. Genau hier setzt Windgas an: Mittels dieser neuen Technologie kann jetzt nämlich auch Ökostrom als Wasserstoff im (bereits vorhandenen) Gasnetz gespeichert und schließlich in Strom zurückverwandelt werden oder als Gas auf dem Wärmemarkt Verwendung finden. Windstrom wird also in speicherbares Windgas verwandelt – dadurch kann auch in Zeiten fehlenden Sonnenscheins oder bei Windflaute die Energieversorgung gesichert werden.

Tatsächlich verfügt das in Deutschland vorhandene Gasnetz über enorme Speicherkapazitäten, wobei bereits eine Einspeisung von 5 vol% Wasserstoff eine Speicherkapazität erschließt, die dem Stromverbrauch eines ganzen Tages in Deutschland entspricht. Bereits ab 2012 können bis zu 5 Volumenprozent Wasserstoff in das Erdgasnetz eingespeist werden – doch selbst wenn die Grenze des Wasserstoffgehalts im Erdgasnetz ausgereizt sein sollte, bietet Windgas eine kostengünstige Variante, um erneuerbare Energie im Gasnetz zu transportieren: Auf lange Sicht kann nämlich durch eine nachgelagerte Methanisierung sogar die volle Kapazität des Gasnetzes genutzt werden. Tatsächlich kann mit einem speziellen chemischen Verfahren aus dem Wasserstoff durch Hinzufügen von CO2 erdgasgleiches Methan hergestellt werden - dadurch wird es langfristig möglich, dass Wasserstoff und erneuerbares Methan das fossile Erdgas vollständig ersetzen können. 

2.     Windgas ist eine Alternative zum Bau neuer Pumpspeicherkraftwerke

Pumpspeicherkraftwerke sind ökologisch nicht unumstritten, da sie z.T. erhebliche Eingriffe in die Natur darstellen. Da Windgas mit dem Gasnetz eine bereits vorhandene Speicher-Infrastruktur nutzt, ist ein Bau neuer Pumpspeicherkraftwerke theoretisch nicht mehr notwendig.

3.     Windgas ist eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Biogas

Das herkömmliche Biogas ist nur eingeschränkt biologisch sinnvoll, da es häufig verknüpft ist mit Massentierhaltung und Intensivlandwirtschaft: Bedenken Sie bitte, dass die Produktion von Biogas heutzutage zumeist mit dem Anbau von Monokulturen verbunden ist (beispielsweise Mais). Diese Produktionsmethoden sind allerdings in vielen Fällen nur schwer mit ökologischer Landwirtschaft und Naturschutz vereinbar. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Bioenergien mit der Lebensmittelproduktion in Konflikt geraten.

Auch wenn Greenpeace Energy Biogas nicht grundsätzlich ablehnt, so sieht es darin aufgrund der genannten Gründe nicht den Energieträger, der Erdgas auf lange Sicht ersetzen kann – dies könne derzeit nur Windgas leisten. Es gebe zwar auch Biogas, welches auf eine ökologisch verantwortbare Weise produziert wird – allerdings nicht in ausreichender Menge, um eine größere Zahl von Kunden zu versorgen.

 

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